Jeden Tag stecken wir unsere Köpfe in komplexe Prozesse, Analysen und Workflows. Trotzdem haben wir uns für unsere erste Kampagne bewusst offline entschieden.
Die Idee war klar: Wenn wir uns lokal vorstellen wollen, dann persönlich. Ein Gesicht zu schwarz. ist attraktiver als schwarz. ohne Gesicht – oder? Also haben wir uns eine Box designen lassen, Donuts bestellt und sind losgefahren.
Und ja, man wird angeschaut, wenn man mit einer Donut-Box unangemeldet in ein Unternehmen läuft. Aber genau das war der Punkt.
Warum offline, warum Donuts
Digitale Kanäle sind effizient, aber sie erzeugen Distanz. Man kann targeten, optimieren und messen – doch man bleibt dabei unsichtbar. Wir wollten das Gegenteil: sichtbar, nahbar und echt.
Donuts waren dabei kein Gimmick, sondern eine bewusste Entscheidung. Wir wollten etwas mitbringen, das positiv überrascht, das im Gedächtnis bleibt und das man im besten Fall im Team teilt. Eine Box mit unserem Branding, unserem Slogan und einem QR-Code – klein, aber konkret.
Die Vorbereitung war aufwändiger als gedacht. Das Design der Box, die Abstimmung mit der Druckerei, die Auswahl der Donuts, die Routenplanung. Aber genau das hat auch Spaß gemacht – weil es etwas anderes war als unser normaler Arbeitsalltag.
Das Konzept war am Ende simpel: Hinfahren, klingeln, vorstellen. Kein Skript, keine Präsentation. Einfach zeigen, wer wir sind.
Was wirklich passiert ist
Die Atmosphäre war sofort eine andere. Offen, empathisch, interessiert. Aus einem kurzen Moment wurde ein Gespräch. Aus einem Gespräch entstand Interesse.
In einem Unternehmen wurden wir direkt zum Geschäftsführer durchgestellt, der sich zwanzig Minuten Zeit nahm. In einem anderen hat das Team die Box im Pausenraum geöffnet und uns Fragen gestellt, die wir so nicht erwartet hätten. Und manchmal war es einfach ein freundliches Lächeln und ein ehrliches Danke.
Wir haben schnell gemerkt, dass persönliche Initiative wahrgenommen wird – und dass sie eine Qualität hat, die kein LinkedIn-Post replizieren kann. Man sieht, wie jemand reagiert. Man hört den Ton hinter den Worten. Man spürt, ob da etwas ist.
Einige Türen blieben geschlossen – das gehört dazu. Aber die, die sich öffneten, öffneten sich wirklich.
Mehr Erfahrung als Kampagne
Im Nachhinein war es weniger eine Kampagne als eine Erfahrung. Wir haben gemerkt, wie viel Nähe bewirken kann und wie schnell aus einem kurzen „Hey, wir sind hier“ tolle Impulse entstehen.
Einige der Kontakte, die an diesem Tag entstanden sind, bestehen bis heute. Nicht weil wir sofort ein Projekt gewonnen haben, sondern weil der Einstieg menschlich war. Und das vergisst man nicht so schnell.
Und natürlich: Es lohnt sich immer wieder, einfach loszugehen und sich zu zeigen. Nicht warten, bis alles perfekt ist. Nicht auf die richtige Gelegenheit warten. Einfach fahren, klingeln, vorstellen.
Das Sauerland ist unser Zuhause. Und wir wollen, dass die Unternehmen hier wissen, dass es uns gibt – und was wir für sie tun können. Ob wir das nochmal machen? Auf jeden Fall. Die nächste Ladung wird schon geplant.